Diverse Schlankheitsmittel locken mit sagenhaften Diätversprechen und werben mit müheloser Gewichtsreduktion. Kein Wunder, dass viele Übergewichtige ihre Hilfe in Anspruch nehmen möchten. Unter den zahlreichen unseriösen Angeboten gibt es tatsächliche einige Präparate, die eine medizinisch vertretbare Hilfe zur Gewichtsreduktion anbieten.

Wirkung auf das Sättigungsgefühl

Ein einfache und effektive Methode, trotz geringer Nahrungsaufnahme eine Sättigungsgefühl zu erreichen, ist die Gabe von Quellstoffen. Diese sind in Kapselform erhältlich, quellen im Magen auf ein vielfaches ihrer Größe auf und führen über den Dehnungsreiz zu einer vorzeitigen Sättigung.

Medikamente mit dem Wirkstoff Orlistat wurden für die Behandlung von Adipositas (Fettsucht) entwickelt. Sie wirken im Darm und hemmen das fettspaltende Enzym Lipase. Das Fett in der Nahrung wird zum Teil unverdaut wieder ausgeschieden. Im Ergebnis sinkt die Kalorienaufnahme und im besten Falle auch das Körpergewicht.

Einen anderen Ansatz verfolgen Anorektika (Appetitzügler). Sie wirken auf das Hunger- bzw. Sättigungszentrum im Gehirn. Zu den bekanntesten appetithemmenden Wirkstoffen zählen Ephedrin, Cathrin, Aminorex, Phentermin, Rimonabant und Sibutramin. Einige dieser Stoffe können schwere Nebenwirkungen verursachen, die sinnvolle Verwendung im Rahmen einer Diät darf bezweifelt werden.

Gesundheitsgefahren durch Schlankheitsmittel

Schlankheitsmittel sollten nur nach Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden. Präparate aus dem Ausland, mit unklarem Herstellernachweis oder fehlender Packungsbeilage bergen unkalkulierbare Gesundheitsrisiken und sollte tunlichst gemieden werden. Abführ- und Entwässerungsmittel sind grundsätzlich für eine Diät ungeeignet. Sie entziehen dem Körper Mineralstoffe und können gesundheitsschädlich wirken. Ihre Wirkung ist ohnehin nur von kurzer Dauer und beruht lediglich auf dem Entzug von Wasser.