Der Jo-Jo-Effekt bezeichnet die schnelle und ungewollte Gewichtszunahme nach dem Abschluss einer Diät. Häufig schnellt das Körpergewicht binnen kurzer Zeit zurück auf den Ausgangswert und macht den Diäterfolg komplett zunichte. Insbesondere nach mehrmaligen Abmagerungskuren kann der Jo-Jo-Effekt so stark ausfallen, dass die Betroffenen am Ende mehr wiegen als zu Diätbeginn.

Die Ursachen des Jo-Jo-Effekts

Der Mensch hat sich im Laufe der Evolution an Hungersnöte mit einer Drosselung seines Stoffwechsels angepasst. Was in grauer Vorzeit eine überlebenswichtige Funktion darstellte, beispielsweise um Missernten zu überleben, treibt in der modernen Zivilisation die Übergewichtigen zur Verzweiflung. Diäten basieren grundsätzlich auf einer negativen Bilanz von Energiezufuhr und Energieverbrauch des Körpers. Die verringerte Energiezufuhr wird vom Organismus als Notlage empfunden, er verlangsamt automatischen seinen Stoffwechsel um den Grundumsatz zu senken. Eine zusätzliche Senkung wird durch die Verringerung des Körpergewichts und den diättypischen Abbau der Muskelmasse bewirkt. Nach dem Ende einer Diät fallen viele Betroffene zurück in ihr altes Essverhalten. Nun trifft eine übermäßige Kalorienzufuhr auf einen gedrosselten Stoffwechsel. Im Ergebnis steigt das Körpergewicht sprunghaft an.

Den Jo-Jo-Effekt vermeiden

Langfristigen Diäterfolg verspricht das langsame Abnehmen und die dauerhafte Begrenzung der Kalorienzufuhr auf ein Normalmaß. Die langsame Gewichtsreduktion verhindert das Umschalten des Körpers in den „Hungerstoffwechsel“. Radikale Hungerkuren sind aus medizinischer Sicht ungesund und ein sicherer Garant für den Jo-Jo-Effekt. Das regelmäßige Sport treiben während und nach einer Diät, verbrennt Energie und erhöht dauerhaft den Grundumsatz durch eine Kräftigung der Muskulatur.