Der von Adolphe Quételet entwickelte Body-Mass-Index dient der Bewertung des Körpergewichts eines Menschen.

Anhand der Formel: Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch Körpergröße in Metern zum Quadrat, errechnet sich eine Maßzahl, die einen schnellen Rückschluss auf Normal-, Über- oder Untergewicht zulässt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ein Klassifizierungsschema entwickelt, welche die Bedeutung der errechneten Maßzahl konkretisiert. Das Schema enthält acht verschiedene Gewichtsklassen und reicht von starkem Untergewicht bis hin zu drittgradiger Adipositas. Normalgewichtige Erwachsene haben nach der Gewichtsklassifikation der WHO einen Body-Mass-Index zwischen 18,5 und 25.

Beispielrechnung für eine übergewichtige erwachsene Frau

Der Body-Mass-Index einer 1,70 m großen Frau mit einem Körpergewicht von 88 Kilo läge bei 30,44.
Berechnung: 88 : 2,89 (1,7x1,7) =30,44. Laut WHO liegt sie mit diesem BMI im Bereich von „Adipositas (Fettsucht) 1.Grades und sollte dringend eine Diät beginnen. Übergewicht wird bei der BMI-Berechnung in vier unterschiedliche Kategorien unterschieden.

Einfaches Übergewicht (BMI: 25-30, Adipositas 1. Grades (30-35), Adipositas 2.Grades (35-40), Adipositas 3.Grades (über 40).

Der BMI kann stets nur als grobe Richtschnur dienen. Kritiker bemängeln die fehlende Unterscheidungsmöglichkeit zwischen Fett- und Muskelmasse, weshalb eine trainierte Personen fälschlicherweise als übergewichtig eingestuft werden kann.

Body-Mass-Index für Kinder

Die BMI von Kindern berechnet sich nach derselben Formel wie der von Erwachsenen. Bei Kleinkindern unter zwei Jahren sollte die Körpergröße im Liegen gemessen werden um reale Werte zu ermitteln. Spezielle BMI-Tabellen für Kinder unterscheiden exakt zwischen Lebensalter und Geschlecht. Zur Einstufung werden die Durchschnittswerte der jeweiligen Altersgenossen herangezogen.